Stand der Dinge

Lange habe ich nicht mehr über unsere Trainings geschrieben. Das liegt nicht daran, dass wir faul waren, sondern viel mehr daran, dass unsere Übungseinheiten wirklich in Minischritten voran gehen.

Es ist schwer zu erklären, beim Voran arbeiten wir an Zentimetern, die sie nicht nach vorne rutscht. Zentimeter bei der Fußarbeit, die sie nicht mehr vor mir läuft. Außenstehenden fällt das einfach nicht auf und es lässt sich nur schwer beschreiben.

Oft ist es auch nur mein subjektives Gefühl, dass mich Glauben macht, dass sie an diesem Tag hibbeliger ist als sonst. Tatsächlich bin ich es, die nicht richtig gelassen ist und auf sie „abfärbe“.

In den letzten beiden Tagen waren wir auf einer Wiese. Am oberen Ende liegt ein umgestürzter Baum. Am linken Rand der Wiese ist eine Böschung mit höheren Bewuchs.

Tag 1

Vollblinds an dem umgestürzten Baum

Treiben auf der Böschung

Tag 2

Memories an dem umgestürzten Baum

Dummys ohne Treiben auf der Böschung

Heute an Tag 3

habe ich den Memoriepunkt und die Böschung  als Verleitung eingebaut.

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Als erstes habe ich sie auf den Memoriepunkt (Oval) geschickt, gestoppt und nach rechts auf B2.
Danach auf B1. Beim ersten Ausrichten hatte sie einen Konflikt. Sie rutscht dann unter meine Hand und leckt sie ab. (tststs)

Als ich sie dann nochmal ausrichtete, ging sie super voran. Vorbei an der Böschung und auch gut in Richtung Ecke.

Das letzte Dummy war dann ein Suchendummy. Diese waren am Fuß der Böschung versteckt. Aufgabenstellung war hier, sie nicht die Böschung hoch zu lassen wo sie an den letzen beiden Tagen gefunden hatte.

Ich bin sehr zufrieden. Sie hat inzwischen auch auf Vollblinds ein wirklich schönes Lining. Auch wenn sie losrennt, als ob sie eine Rakete im Po hätte ist sie fast immer sehr gehorsam 😉
Manchmal ist ihr Gehirn einfach langsamer als ihr Körper und dann ist sie beim Handling in die falsche Richtung unterwegs. Da muss ich ihr einfach noch ein paar Sekunden mehr Zeit geben damit der Fokus ganz bei mir ist.

 

Seminar Helene Leimer | Hetty

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Im März machten Hetty und ich uns auf den Weg nach Udorf um uns von Helene neuen Input zu holen. Oder anders … um zu prüfen, wie viel wir tatsächlich von unseren letzten Seminaren bei ihr umsetzen konnten.

Seminare bei Helene sind „namenlos“. Sie haben keine Überschrift wie „Markieren“, „Voran in gerader Linie“, „Suchen“ oder „Handling“.

Jedes Team wird da abgeholt, wo es steht und arbeitet zwangsläufig an den Dingen, die nicht klappen oder die verbesserungswürdig sind.

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Mein größtes Anliegen an Helene war (2016) … uns zu helfen unser Oooooooommmmm zu finden. Ich hatte und habe manchmal immer noch das Gefühl, dass Hetty und ich nicht auf der gleichen Wellenlinie funken. Sie ist so triebig und so hibbelig… das wollte ich abstellen.

Hier hat inzwischen ein Umdenken bei mir stattgefunden. Wir müssen nicht gleich „schwingen“. Sie wird nie wie ein Buddha neben mir sitzen… aber … ich lasse mich von ihr einfach nicht mehr anstecken. Ich bin der Fels in der Brandung (meistens) und wenn sie schon nicht total gechilled ist, dann ist sie halt einfach nur gehorsam!

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Kaum war dieses Thema für mich abgehakt, wurde es merklich besser. Kilometer um Kilometer haben wir Fußarbeit gemacht. „Schaffe im Training 110% – dann bleiben in einer Prüfung noch 70% übrig“

Das haben wir gemacht. Immer und immer wieder. Kein Vorrutschen, kein Vorlaufen!

Mühselige und auch langweilige Trainingseinheiten. Arbeiten auf kurze Distanz um die Abgabe des Dummys zu verbessern.

Viele kleine Puzzlestücke die irgendwann einen schönen Apport ergeben.

Ich war sehr gespannt wie Hetty sich in der Line mit ihr völlig fremden Teams präsentieren würde und ich kann sagen, dass ich mit dem Verlauf des Tages mehr als zufrieden war.
Nicht eingesprungen, gut konzentriert und sehr schön gearbeitet. Beim letzen Mal war das noch völlig anders.

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Was habt ihr den gemacht? Es ist schwierig ein Seminar von Helene zu beschreiben. Du stehst in der Line, es fallen Markierungen im Wald, auf der Wiese. Du bist in Bewegung und arbeitest an deinem Timing wie du den Hund drehst, wenn eine Markierung nach hinten fällt.
Woher kommt der Wind und ist das Handling oder Körperfasching? Was von dem was du pfeifst kommt bei deinem Hund tatsächlich an?

Viele Kleinigkeiten aber das Beste ist, man sieht, dass es am Schluss ein stimmiges Bild ergibt.

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Am Ende des Tages hat Hetty ein Vollblind gearbeitet. Ich habe sie sehr gut ausgerichtet, sie ist perfekt in den Wind gelaufen. Ein Pfiff, sie stoppt, Suchenpfiff und gefunden … mit diesem tollen Abschluss habe ich sie ins Auto gebracht.

Schon auf der Heimfahrt ist mir bewusst geworden, was wir im letzten Jahr schon alles verbessert haben. Ich bin sonst eher jemand, der sich kritisch sieht und immer noch was zu meckern hat. (Gibt es auch immer noch einiges!)
Aber es ist auch sehr hilfreich, wenn man sich vor Augen führt was man schon alles geschafft hat … und damit meine ich nicht Prüfungserfolge davon haben wir nämlich … keine 😉
Ach, beim Durchschauen der Bilder ist mir übrigens aufgefallen, dass ich meine Hände immer schön bei mir habe… brave Ivonne!

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Ich möchte mich herzlich bei Susanne und Andreas Bergendahl für ihre grandiose Gastfreundschaft bedanken. Es ist so schön bei und mit euch. Andreas, herzlichen Dank für die vielen Bilder!

Besonderen Dank an unseren Helfer, der aus der Entfernung gut beobachtet hat und auch noch viel Feedback geben konnte.

Und Helene … Danke, für deine geduldige Art Dinge zu erklären, deine Beobachtungsgabe und am meisten dafür, dass du jedes Team so nimmst wie es ist und es am Ende des Tages schaffst, dass jeder zufrieden mit seinem Hund nach Hause fahren kann.
Ich freue mich auf weitere spannende Trainings.

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… und jetzt … ein Outtake …

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Da ist der Toller so fix gestartet, dass Hetty die Ohren wegfliegen 🙂 ABER!!! Sie sitzt!!! Jippiiii 🙂

Memories mit Hetty

Ihr erinnert euch an unser letztes Training? Wir hatten uns drei Vertrauenspunkte erarbeitet.

Diese sollte Hetty heute, 2 Tage später nochmals arbeiten. Die Dummys habe ich ohne sie ausgelegt und war sehr gespannt ob sie das „Get Out“ sauber annehmen würde. Wie die Dummys ausgelegt wurden könnt ihr euch hier nochmal anschauen.

Das erste Voran war noch etwas „holprig“ was aber sicher daran lag, dass sie direkt aus dem Auto raus in die Aufgabe ging. Trotzdem hat sie dann meine „Anweisungen“ angenommen.

Was sie dann ablieferte hat mich wirklich total gefreut:

Nicht geschnitten, Hetty und ich pur und ich bin sehr zufrieden. Stoppen, nach links schicken, richtungweisende Suche nach rechts …. Als ob sie nie etwas anderes machen würde. Sie überrascht mich einfach immer wieder.

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