Von divergierenden Plänen

einseitigen Jawoll Gesprächen und dem Wellness Hund.

Das Jahr schreitet voran. Wir schaffen es derzeit tatsächlich regelmäßig zu trainieren. Die Mudpaws sind wieder aktiver.

Das ist für Hetty Fluch und Segen zu gleich. Natürlich müssen wir üben. Sie ist ein Hund der die Arbeit wirklich braucht um ausgelastet zu sein aber natürlich steigert das auch ihre Erwartungshaltung. Trotzdem kann ich sagen, dass wir es immer schneller schaffen in einen respektablen Arbeitsmodus zu gelangen und wir feilen derzeit tatsächlich an Zentimetern bei der Fußarbeit.

Manchmal ist sie aber auch zu ulkig. Neulich haben wir mehrere Voranpunkte aufgebaut. Es ging um relativ enge Winkel und das ignorieren von Verleitungen.

Es viel eine Markierung und ich wollte Hetty um 90° drehen und sie dann voran schicken. Das Dummy lag an unserer offenen Seite.

Die anderen lachten schallend und als ich auf meinen Hund schaute, wusste ich auch warum. Ohne Worte! Sie schien wirklich zu denken… ABER ICH WILL DIE MARKIERUNG!!!

Auf ein einmaliges „left“ saß sie dann korrekt neben mir und ich schickte sie voran. Das tat sie dann auch ohne zu zucken. Inzwischen ist sie sehr sicher bei Memorys und auch das korrekte Annehmen der Richtung bei engen Winkeln meistert sie gut aber manchmal … so wie gestern … da geht die wilde Wutz mit ihr durch.

Wir waren für ein paar Tage auf Kurzurlaub im Schnee. Keine Dummys, keine Fußarbeit. Einfach nur wandern und im Schnee toben. Nach vier Tagen ohne grüne Säckchen merkte ich gleich, dass sie Dampf auf dem Kessel hat. Das zeigte sie mir dann auch und überlief den Stopp-Pfiff. Schnelle Füße von Frauchen, Jawoll-Gespräch für den Hund. Nochmal „TüüüüüüT“ – „back“ und schon war die Welt wieder in Ordnung.

Ich bin mir sicher, Fiene wäre nach so einem Anranzer wie versteinert sitzen geblieben. Sie ist nicht wirklich kritikfähig 😉

Mit Fiene habe ich auch ein tolles Erlebnis gehabt. Vor einigen Wochen war ich auf einem Seminar bei Helene Leimer. Es wurde dort viel über die „Innere Haltung“ gesprochen und dass der Hund den Menschen spiegelt. Das Emotionen ehrlich sein müssen, weil Hunde das einfach spüren.
Nach diesem Seminar arbeitete ich an meiner „inneren Haltung“ bei der Arbeit mit Hetty. Ich wollte eine ruhige, konzentrierte Stimmung vermitteln. Nicht angespannt bis in die Haarspitzen, weil der Hund gleich einspringen könnte. Nach unserer Einheit war ich sehr zufrieden mit mir und brachte Hetty ins Auto um Fiene zu holen. Meinen Wellness Hund!!!

Auf einmal fiel es mir tatsächlich wie Schuppen von den Augen. Mein Wellness Hund! Wellness, totale Entspannung, sich sicher sein können, dass sie nicht einspringt, eine völlig lässige Körperhaltung… Meine Fresse, da hätte Frau ja durchaus eher drauf kommen können!

Meine totale innere Ruhe strahlt so auf meinen Hund ab, dass sie tatsächlich zwischendurch abschaltet. So nach dem Motto: Wenn ich dran bin, wird die Olle es mir schon sagen!

Ich versuche nun tatsächlich Fiene deutlich „wacher“ zu führen. Sie auch beim Fußlaufen immer wieder wirklich in Konzentration zu bringen und tatsächlich wirkt sie deutlich wacher und lässt sich immer besser handeln. Was für eine Erkenntnis – Herr schmeiß Hirn vom Himmel 🙂

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Bild: Jens Leuthold

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~ von Ivonne - 19. Februar 2017.

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