Das Laufen und ich …

wir sind so eine Art „Haß-Liebe“. Ich war schon immer einigermaßen sportlich. Einige Jahre habe ich aktiv Fitness / Bodybuilding gemacht aber durch berufliche Veränderungen und auch ein neues Hobby viel mir der Gang ins Studio immer schwerer.
Viel lieber verbringe ich inzwischen meine Zeit in der freien Natur – mit meinen Hunden –
Allerdings hat dieses jahrelange Nixtun sich, sagen wir mal, „suboptimal“ auf meinen Körperfettgehalt ausgewirkt😉

Durch meine Erkrankung (ich bin Migränepatientin) bekomme ich in immer wiederkehrenden Abständen erklärt, dass sich Ausdauersport sehr positiv auf die Anfallshäufigkeit auswirken kann und im Grunde meines Herzens weiß ich, ja… ich müsste was tun!

Nur WAS? ich gehe 9,5 Stunden am Tag arbeiten. Mit An- und Abfahrt sind das knapp über 10 Stunden die ich aus dem Haus bin. Haushalt, Einkaufen, Hunde ausführen … wo soll da noch Zeit für Sport sein? Es muss also was her, wo ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen kann und da, bleibt nur das Laufen. Gassirunde und Sport in einem Aufwasch.

Laufschuhe schnüren, Hunde schnappen und los gehts… Das ist der Plan.

Tja, was soll ich sagen. Die Realität sieht leider anders aus, den offen gestanden mach mir laufen nicht besonders viel Spaß. Das war mal anders. In meiner frühesten Jugend war ich im Leichtathletik Verein und habe ganz ordentliche Zeiten auf der Bahn gerannt. Damals *schulterzuck*

Warum mag ich das Laufen nicht mehr? Es liegt wohl ein wenig an der eigenen Eitelkeit. Mit ein paar Pfund zuviel auf den Hüften sehe ich in den modernen Laufdressen aus wie eine Presswurst und mein „Laufen“ wird wohl auch eher dem Gang einer altersschwachen Elefantendame gleichen denn einer athletischen Gazelle. Meine Atmung wird nicht fließen … ich werde schnaufen wie eine Dampflok und arschlangsam über den Feldweg schlurfen. SO sieht es mal aus!

Frau kann aber nicht alles haben. So ists nun mal im Leben und es stellt sich nur eine Frage: Will ich etwas für mich tun – oder eben nicht.

OK, ich habe beschlossen. Ich will was tun. Als erstes hab ich mir mal Runtastic und eine App mit einem Trainingsplan für Laufanfänger runtergeladen. Eher sich der Bedenkenträger / innere Schweinehund melden konnte, bin ich inzwischen losgezockelt.

Laufen, Gehen, Laufen, Gehen …. Innerlich fluche ich, wenn ich frühs um kurz nach 5:00 mit den Schwarznasen durch die Gegend schlappe ABER … ich schlappe!
Die Uhrzeit hat derzeit viele Vorteile. Es ist kühl für die Hunde und für mich, ich habs für den Tag hinter mir und als Zuschauer hab ich höchstens Mal ein Reh.

Das war nun sozusagen… das verzögerte Outing zum Laufstart. Nach über 6 Wochen und dem Ziel des 5K Laufs wird der Schweinehund bis dahin wohl nur minimale Chancen haben😉

~ von working mudpaws - 14. August 2015.

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