Spessart Cup *14 (F)

Nachdem wir ja im letzten Jahr mit eher „bescheidenen“ Ergebnissen in die Fortgeschrittenen-Klasse gewechselt waren, konnte es ja schlimmer nicht mehr werden.

So fuhr ich also relativ gelassen los, kam überpünktlich in Langenprozelten an, erledigt die Formalitäten und kümmert mich um den Goldmurkel. Eh ich michs versah, saßen wir bei perfekten Wetter in der Wartezone.

Wir hatten auch eine „günstige“ Startnummer, so dass wir nicht gleich als erstes Team ran mussten. Konnte man doch so mal in die Aufgabe spicken bzw. die Mitstarter fragen. Hier mal gleich eine Anmerkung. Ich hatte tolle Mitstarter und Mitwarter. Alle waren guter Laune, haben mitgefiebert und bereitwillig Auskunft gegeben über das was ansteht. Das ist wirklich nicht immer so und ich möchte mich dafür herzlich bedanken. So macht starten Spaß!

Unsere erste Aufgabe richtete Frau Annette Bürse-Hanning und es ging auch gleich richtig knackig los.

Augabe 1:

Im lichten Wald stehend blickt man hangaufwärts. Auf 12 Uhr, ca. 30 Meter vor uns ein großer, abgestorbener Baum. Rechts daneben zog sich ein flacher Graben nach oben.

Links, auf etwa 11 Uhr aber erhöht, stand ein Schütze/Werfer. Auf 15:00 Uhr und hangabwärts in ca. 60 Meter Entfernung noch ein Schütze.

Dann ging es los. Der Helfer vor uns schoß von seiner erhöhten Position auf ein Blind in der Senke einige Meter hinter dem besagten Baum. Danach drehte er sich, gab einen weitern Schuß ab und warf eine Markierung auf seine Höhe.

Das Team drehte sich hangabwärts und der zweite Schütze beschoß ein weiters Blind. Schwierigkeit hier war, dass die Hunde über den Waldweg gehen mussten und das Blind dann auf der anderen Seite im Graben lag. Die Dummys sollten in der Reihenfolge angegebenen Reihenfolge gearbeitet werden.

Wie haben wir diese Aufgabe nun gelöst? … Mit einer Null und einem Lächeln auf dem Gesicht! Aber von vorne. Wir wurden freigegeben und ich richtete Fiene auf das erste Blind. Sie ging schnurgerade bis hinter den Baum, hatte aber nicht genug Finderwille beim Suchenpfiff und arbeitet sich den Hang hoch in Richtung der Markierung.

STOP – OUT und sie ging runter… Suchenpfiff, Suchenpfiff … Sie war außer Sicht und ich mit meinem Hier-Pfiff viel zu spät. Plötzlich sah ich eine Bewegung hinter dem Werfer! Die kleine Kröte hatte sich im Schutz der Bäume von hinten auf das Plateau gearbeitet und blinzelte mich nun von dort oben an. STOP – OUT aber Fienchen stand wie angewurzelt. Zuerst dachte ich: „Nein, es geht schon wieder los, sie blockiert :(“ Aber dann bemerkte ich einen Unterschied in ihrer Körperhaltung und in ihrem Blick. Kennt ihr das Bild von dem Kaninchen und der Schlange? Tja, Fiene war in der Nummer eindeutig die Kobra. Fest im Blick hatte sie ihr Dummy und ich sah förmlich die Gedankenblase über ihrem Kopf…. „Du irrst dich!!! Das Dummy liegt genau da und nicht bei OUT!“ Plötzlich machte sie einen Mäuselsprung, packte das Dummy und kam strahlend den Berg runtergeflitzt und ich … musste lachen!

Frau Bürse-Hanning bemerkte noch, dass es den Anschein macht, dass ich mich nicht sehr über meine Null ärger und nein, das tat ich tatsächlich nicht wirklich.

Aufgabe 2:

Diese Aufgabe stellte Herwig Deutinger. Wir standen in kurzer Entfernung vor einem sich durchs Gelände schlängelnden Bachlaufs.

Direkt vor uns ein Schütze / Werfer der eine Markierung parallel zum Bachlauf wirft. Flugbahn und Fallbereich nur schlecht sichtig. Dann bewegt sich der Helfer von uns weg in Richtung Bach beschießt ein Blind hinter dem Bachlauf.

Daraufhin gibt ein weiterer Helfer einen Schuß ab. Er beschießt ein weiteres Blind weit hinter dem Bachlauf.

spessart14herwig

 

Hier darf sich die Frau F. mal mehrfach heftig in den eigenen Hintern beißen und treten! Bach = Wasser, Wasser + Fiene = ?

Ich hätte es wissen müssen, dass der Goldmurkel nach der Winterpause mit dem kühlen Nass nicht gut zurecht kommt. Ein paar TrockenNassübungen vor der Aufgabe hätten die Sache sicherlich vereinfacht. Zwei, drei Mal ein Bällchen über den Bach geworfen und schon hätten wir ein Problem weniger gehabt.

Sei es drum. Das Blind (B2) sollte rein. Fiene geht raus stoppt vor dem Bach und dann begann ein „Voran-Back-Out“ Konzert das einem die Haare zu Berge stehen konnten. Als ich sie endlich über diesen Bach getrieben hatte war es mit meinen Handlingkünsten auch schon vorbei. Ich habe sie einfach nicht tief genug ins Gelände bekommen und als sie anfing nur noch planlos rumzueiern habe ich sie reingeholt … Setzen…6

 

Aufgabe 3 (Betty Schwieren)

Wieder dieser Bach!! Wieder 3 Dummys!! Ich wäre am liebsten geflüchtet. Aber, da Bange machen ja bekanntlich nicht gilt, standen wir mit mulmigen Gefühl am Abgrund….

Der Startpunkt lag tatsächlich auf dem Waldweg und der Blick richtete sich in eine Senke. Oberhalb im gegenüberliegenden Hang stand ein Helfer. Betty erklärte, dass dieser eine Markierung in einen „Miniteich“ werfen würde… Hmmm OK?? Dann stand ein weiterer Werfer schräg rechts unten in der Senke (am Fuß des gegenüberliegenden Hangs) auch dieser sollte eine Markierung werfen. Später würde in die Nähe der Fallstelle ein Blind ausgelegt… etwas weiter nach rechts – hinten… so Bettys Erklärung.

Die Markierungen vielen und ich gestehe, wirklich viel gesehen habe ich nicht. Treu dem Motto, es ist geflogen, es ist gefallen, es war ein Apport schickte ich sie mit „Fetch it“ auf die Markierung in dem Mini-Teich. Ich staunte nicht schlecht als Fiene wie ein Torpedo erst den Hang runter und dann wieder hoch düste, kurz suchte und mit Dummy den Rückweg antrat.

Ich richtete sie auf die zweite Markierung aus. Wieder trete ich mich sinnbildlich in den Allerwertesten… denn ich wich von meinem Schema ab. Ich war mir sicher, dass sie nix gesehen hatte und schickte sie mit voran. Natürlich hatte ich sie gut am Bein ausgerichtet und sie sollte schräg den Hang runter laufen, quer über den Bach und dann in den Fallbereich. Tja, so war der Plan. Fiene machte Freestyle. Sie hobste nach links weg und rannte den Hang schnurgerade runter und überquerte den Bach. Tüüüüüüüüt (Sitz)… natürlich war sie jetzt viel zu weit links. Ich, den rechten Arm raus – OUT Sie ging rüber, ich gab den Suchenpiff und sie fand.

Nun wurde das halbblinde nachgelegt. Wieder richtete ich sie schräg zum Hang aus, wieder stürzte sich Fiene im 90° Winkel dem Dummy entgegen und dann ging sie los die wilde Handelei. Betty machte mich netterweise noch darauf aufmerksam., das ich mich am Rande des Abhangs / Weges bewegen durfte und so fand ich eine Position aus der mich mein Hund sehen konnte, ich bekam sie in den Wind und sie brachte mir das Dummy.

Natürlich blieben nicht viele Punkte über aber… wir hatten endlich welche 🙂

Aufgabe 4 (Werner Haag)

… und wieder der Bach!

spessartcup4

Man steht in der Mitte einer Wiese. Es fällt M1, das Team dreht sich, es fällt M2. Welche der Markierungen als erstes geholt wird bleibt dem Hundeführer selbst überlassen. Nach den beiden Markierungen soll das Blind geholt werden. Hier deutet der Richter auf einen Busch auf der anderen Bachseite der mit Flatterband gekennzeichnet ist. „Da liegt es nicht!“ „Von da aus nach rechts über den Waldweg an dem Hang, da liegts.“

OK. Dachte ich. Soweit, so gut. Als erstes viel mir auf, dass wir von unserem Startpunkt aus genau in eine O-Aufgabe gucken konnten, die auf der anderen Seite der Wiese stattfand. Hoffentlich lässt sich Fiene davon nicht ablenken, war mein erster Gedanke. Dann den „Plan“ entwerfen. M1 war eindeutig schwerer als M2 da es in hohen Grasbewuchs fiel. Trotzdem entschied ich mich das zuletzt gefallene M2 auch direkt zu arbeiten. Drin ist drin!

M2 fiel und ich schickte Fiene. Sie ging raus, rannte durch die Baumgruppe, kam aber sofort zurück. Sicherheitshalber gab ich den Suchenpfiff und dann war sie auch schon auf dem Rückweg.

Ausrichten auf M2. Gut konzentriert, sie rennt los und verschwindet im hohen Gras. Zack und schon hüpfte sie wieder raus. Das war ne Punktlandung.

Jetzt das Blind.

Wieder richtete ich sie gut aus und schickte sie ein letztes Mal los. Nach einer Schrecksekunde am Bach. Fiene hatte sich wohl beim Springen verschätzt und zappelte an der Uferkante, zog sie sich hoch und lief weiter. Sitzpfiff – Out – nach rechts – Suchenpfiff …. und der Goldmurkel machte mich so richtig stolz!

Nun ja, grundsätzlich war es ja wieder ein n.b. im Leistungsheft aber … auch wenn das nur ganz wenige wirklich verstehen können. Ich war sehr zufrieden. „Nur“ zwei Nullen ne Quatsch die wichtigste Erkenntnis war, dass einige unserer Baustellen nicht aufgetreten sind. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis wir endlich mal durchkommen.
Wir bleiben auf jeden Fall dran.

 

 

 

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~ von Ivonne - 9. März 2014.

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