Wann ist Training denn eigentlich Training?

Nach den letzten beiden Berichten von Anke (Freiheit für den Keks und Drama, Baby, Drama!) habe ich so vor mich hin überlegt was denn tatsächlich eine gute Trainingseinheit ist.

Darüber grübelnd viel mir ein, darüber…. hast du schon mal was gelesen….

Kapitel 3.13. >>Was zeichnet ein gutes Training aus?<<

  • Mann sollte lang genug trainieren, sonst lohnt sich die Mühe nicht.
  • Der Hund sollte jede Aufgabe erfolgreich beenden (Wie und warum ist  vorerst nebensächlich)
  • Wird eine Aufgabe erfolgreich ausgeführt, so war das Training gut.
  • Der Hund muss mindestens genauso gut oder besser werden als seine Lebensgenossen / Trainingspartner)

Zu viele fröhliche, junge Hunde, voller Lebensfreude verändern sich nach einigen Wochen. Für sie bedeutet Training harte und unangenehme Arbeit. Arbeit im schlechtesten Sinne: Etwas tun, ohne Freude daran zu haben. …. Viel Arbeitsfreude wird den Hunden genommen, weil man zu viel, zu lange, zu eintönig und zu streng mit ihnen trainiert!(Quelle: Ein Hund, ist ein Hund … ist ein Hund – Fille Exelmans)

… Genau so … eben nicht !!

  • Es wird nur eine kurze Zeitspanne trainiert
  • Der Hund ist stets konzentriert
  • Es bereitet dem Hund und dem Hundeführer Freude
  • Es ist abwechslungsreich
  • Der Hund erhält eindeutige Befehle
  • Der Hund bekommt deutliche und effektive Korrekturen
  • Der Hund wird für gewünschtes Verhalten belohnt
  • Es ist nicht entscheidend was der Hund tut, sondern wie er es tut
  • Es besteht ein ständiger Kontakt zwischen dem Hund und dem Hundeführer

(Quelle: Ein Hund, ist ein Hund… ist ein Hund – Fille Exelmans)

Und wie genau läuft es denn nun bei uns. Tja genau genommen, und darauf bin ich echt stolz, läuft es bei uns (zu 98%) gut. Wir haben zwar inzwischen eine gute Trainingsgruppe aber unsere Treffen finden ja doch in größeren Abständen statt. Meist 14tägig. Nur alle zwei Wochen zu üben wäre natürlich etwas wenig und so mache ich mir fast täglich Gedanken, was wir so zwischendurch machen können.

Dazu kommt noch der Faktor „Zeit“. Da zu unserem Haushalt ja noch zwei weitere Wauzis gehören und das Leben eines Hundes ja nicht nur aus Training, sondern auch aus „Hund sein“, spielen und großen Spazierrunden besteht muss ich manchmal das eine mit dem anderen verbinden. Also große Spazierrunde + Training und bei uns wird immer jeder Hund trainiert. Der eine arbeitet…die anderen müssen warten.

Da Cosma mit ihren fast 13 Jahren ja nun nicht mehr ewig in der derzeitigen Kälte rumstehen kann muss das Training – zwangsläufig – kurz gehalten werden. Und da schließt sich der Kreis.

Was treiben wir aber nun auf unseren Runden? Natürlich „voran“ ist ja auch das einfachste. „Suchenpfiff“, geht überall. „Markierungen“, manchmal.

Und das haben wir zum Beispiel auf unserer Morgenrunde gemacht:

2013-03-31Training

Von zu Hause…(von wo auch sonst) gehts los ins Feld. An Punkt „1-schwarz“ angekommen müssen alle drei absitzen und ich werfe 2 Dummys an die Ecke dieses Gebüschs. Weitergehen. Die Hunde laufen frei und können ihren Geschäften nachgehen. Dabei verblasst die Erinnerung an die beiden Dummys.

Im Vorbeigehen warf ich heimlich ein Minidummy an Punkt „2-schwarz“. Diesen Punkt hatten wir in den letzten Wochen immer mal wieder als Fixpunkt genommen. Weiterlaufen.

An Punkt „1-rot“ schickte ich Fiene nun „voran“ auf das Blind am bekannten Fixpunkt. Suchenpfiff – Suchenpfiff und zack, war sie zurück. Kein Fragen, kein langsam werden, große Freude!

Die beiden Labbis bekommen fürs artige Warten große Portionen ihres Morgenfutters denn Warten, ist nicht ihre Stärke 😉 und es geht weiter.

„2-rot“ ein wirklich langes voran auf die ausgeworfenen Dummys quer über den Acker und kurz vorm Ziel noch der Feldweg als Geländeübergang. Endlich haben wir auch unser „push-Wort“ gefunden wurde sie bei dem von mir gewählten „go!!“ zur Salzsäule… rennt sie bei unserm einzigen deutschen Kommando „voooooran“ wie der Teufel… wer hätte das gedacht. Lange Rede, kurz Geschätz es hat vorzüglich geklappt.

Als ich bei „3-schwarz“ angekommen bin sind die Hund natürlich schon ein ganzes Stück den Weg wieder runter gelaufen. Sitzpfif – hey, die beiden Damen sitzen sofort und da Hannes angeleint neben mir her trottet, bleibt ihm nix anderes übrig als, zu sitzen. Ich werfe wieder ein Dummy… und setzte unseren Weg fort.

Nun wird es etwas Zeit für Fußarbeit zu Punkt „3-rot“. Bei diesen Fuß-Sequenzen ist unsere Belohnungsrate nach wie vor sehr hoch und die Leckerchen auch immer besonders gut. Gelegentlich wird auch mal ein Tennisball geworfen. Damit ist sichergestellt, das Fußarbeit der Höhepunkt einer jeden Gassirunde ist. Angekommen.

Nun schicke ich Fiene zu den zuerst geworfenen Dummys. Zack und wieder da! Umdrehen und „voran“ auf das Dummy bei „3-schwarz“ das haben wir in der letzten Woche (dank Hormonen) nicht geschafft ohne den Weg quer über den Acker extrem zu verkürzen. Heute – kein Problem! Wieder habe ich mit unserem neu entdeckten „Push-Wort“ sie über den Acker getrieben. Dies war zwar nicht nötig aber so kann sie verknüpfen… „vooooooran“ heißt „rennsoschnelldukannstgenausowieduesjetztimMomentgeradetust“.

30 Minuten dauert die „kleine Morgenrunde“ mit den Übungen halt ein paar Minütchen mehr. Wenn ich jetzt die Liste für ein gutes Training durchgehe dann haben wir viele Punkte heute mehr als erfüllt.

So laufen sie also ab, unsere Minitrainings auf der Spazierrunde …. Morgen nehme ich euch dann auf die „mittlere Runde“ mit … da gibt es dann eine etwas größere Pause an einem schönen kleinen Geländeabschnitt mit Markierung, Suchenpfiff und Voran.

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~ von Ivonne - 31. März 2013.

3 Antworten to “Wann ist Training denn eigentlich Training?”

  1. Deine beiden Labs und Jamie haben anscheinend ein ähnliches Trainingsprogramm *grins*

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