Nord-Cup Team (A) 2012

Nachdem Fiene und ich ja, mehr bzw. weniger erfolgreich den gestrigen Tag bestritten hatten, konnte es ja heute nur besser werden.

Wir trafen uns pünklich auf Gut Valenbrook um zu melden und die Startnummern in Empfang zu nehmen. Irgendwie rennt die Zeit und ehe wir uns noch alle drücken und uns gute Wünsche mit auf den Weg geben konnten gings schon los.

Wir waren das A-Team. Soll heißen, bei jeder Aufgabe waren wir die ersten. Keiner konnte uns sagen, was uns erwartet …. Hmmm, auf eine gewisse Weise ja auch nicht übel, so kann man sich wenigstens nicht noch mehr verrückt machen. Wir stellten mit einigem Entsetzen fest, dass unsere Aufgabe, die Aufgabe Nr. 1 gleich die Wasseraufgabe bei Henny Marcussen war. Die Aufgabe mit meinem „Lieblings-Rhododendron“. Wir standen in der Wartezone und sprachen uns in Windeseile ab. Dundee arbeitet das Mark beim Rhododendron – Colin das Mark auf der Insel  und Fiene die Landmarkierung. So weit so gut….

Henny kam in die Wartezone erklärte allen Teams kurz die Aufgabe und …. Es gab keine Landmarkierung für Fiene sondern eine Wassermarkierung. OK sagte ich, ich nehme das letzte Wassermark! Und dann … ging es los.

Mit schlotternden Knien gingen wir zum Richter. Henny zeigte mit dem Finger auf uns und teilte uns die Standplätze zu … Falsche Reihenfolge!!! – Heike versuchte Henny zu erklären, dass sie „Hund -A“ in diesem Team ist und nicht Petra mit Dundee…. Das sei im „Bums-Egal“! … Sie war dahin unsere schöne Planung und Absprache ….. Bei mir auf der Stirn blinkte das Panik-P!!!

Augen zu … und durch.

Der Helfer steht an der Teichkante und wirft ein beschossenes Mark an den Rand des Rhododendron. Colin darf nach Freigabe arbeiten.

Der selbe Helfer geht in Richtung Rhododendron und wirft wieder ein beschossenes Mark auf die Insel. Diese fällt in einige Büsche, so dass der Hund gut mitbekommt, wo es runtergekommen ist. Die Fallstelle ist allerdings nicht sichtbar. Dundee bekommt die Freigabe und Fiene springt ein!! Ich verkneif mir jetzt diesen Satz …. Das hat…… Ich konnte sie stoppen und völlig betröppelt saß sie wieder am Fuß. In der Zwischenzeit nahm das Verhängniss seinen Lauf. Colin rannte Zielstrebig zwischen Teich und Rhododendron zu der Stelle, an der er das Wasser überwinden sollte. Aber… NÖ! Petra versuchte ihn zu handeln und er ging auch tatsächlich auf die Insel… um dort … nicht zu suchen 😦

Petra bekam von Henny die Anweisung, dass sie zur Uferkante gehen soll um den Hund mit Voran auf die Insel zu schicken aber alle Hilfestellung half nix, der Dummy kam nicht rein.

Unsere Wassermarkierung wurde nicht beschossen sondern wurde von dem Helfer der links neben den Teich stand ins Wasser geworfen. Das satte platschen war wirklich gut zu hören und das Dummy lag gut sichtbar.

Ja, das Dummy kam rein, die Abgabe war perfekt…. Ne, gans so einfach war es nun nicht 😦

Ich schickte Fiene zum Apport. Sie rannte gerade auf den See zu, nahm das Wasser sofort an, um dann zu bemerken, dass von dieser Stelle aus der „Schwimmweg“ doch s e h r  w e i t  ist. Also wieder raus aus der Brühe und mal da hingerannt, wo sich die beiden Brüder rumgetrieben hatten. Sie hatte den Dummy ständig im Auge. Als sie nun an der rechten Uferseite stand schien sie zu realisieren, dass der kürzeste Weg zum Dummy der von der linken Uferseite ist…… Wieder um den See rumgeflitzt, einen beherzten Hechtsprung ins kühle Nass, Dummy gepickt, und eine perfekte Abgabe hingelegt. Tja… das konnte ja wirklich nur noch besser werden 🙂

Richter der Aufgabe: Thomas Kühn

Beschreibung: Vom Startpunkt aus beobachten die Teams wie eine Markierung mit Schuß fällt. Team 1 bekommt die Aufforderung zu einem ca. 5 Meter entfernten Stäbchen zu gehen. Dort angekommen bekam das Team die Freigabe und der Hund durfte das Mark arbeiten. Sobald das Dummy drin war sollten die beiden anderen Teams zu Team 1 aufschließen. Von diesem neuen Startpunkt wurde nun erneut ein Mark geworfen, diesmal für Team 2. ….. und so weiter.

Fazit:

Normalerweise hätte ich mit solchen Aufgaben überhaupt kein Problem. Aber nicht seit Aufgabe Nr. 1 …. EINSPRINGEN :-0 ….

Ich gab Fiene sehr deutliche Zeichen als die anderen arbeiten durften und auch beim Fußgehen behielt ich sie extrem im Auge. Was erschwerend hinzu kam war, dass wir sehr dicht nebeneinander aufgestellt worden (fast Schulter an Schulter).

Nachdem alle ihre Dummys drin hatten (Dundee und Fiene brauchten im Fallbereich nochmal einen Suchenpfiff zur Erinnerung) bekam ich den Anschiß des Tages von Herrn Kühn. „Zuviel Kommunikation, mehr Basics, Hund muss sitzen!“ „Frau XY hat in Belgien mal eine Null gefangen, weil sie die Hand in die Jackentasche steckte…!“ „Weniger Kommunikation zwischen ihnen und ihrem Hund!“

Ach Du Sch… ! Na ja, wenigstens nicht eingesprungen und keine Null. Puh!

Richter der Aufgabe Christian Schlögell

Beschreibung: Drei nacheinander geworfene Markierungen alle mit Schuß. Die erste fiel in den „Entegrützetümpel“ die anderen beiden im Wald. Die Flugbahnen waren gut zu sehen, die Fallstellen nicht.

Fazit: Um diese Aufgabe antreten zu können mussten wir ewig warten. Vor uns wurden alle F/O Teams durchgeschleust. Nach der langen Zeit in der Wartezone meinte Fiene zuerst mal hunten zu gehen bevor sie das Mark reinbrachte. Die anderen beiden haben ihre Sache wirklich super gemacht.

Richterin der Aufgabe: Bianca Willems-Hansch

Beschreibung: Auf einem Waldweg stehen ein Schütze und ein Werfer. Die Teams drehen sich um und beginnen mit dem Walk Up. Die Richterin geht zwischen uns und gibt das Tempo vor. Auf ihr Handzeichen fällt hinter uns ein Schuß. Die Teams drehen sich und die Markierung fällt links neben den Weg in einen kleinen Haufen Totholz. Frau Willhelm-Hansch wollte die Hunde von der Position hinter der Line beobachten und dem die Freigabe geben, der ihrer Ansicht nach am besten markiert hat.

Fazit: Fiene und ich bekamen die erste Freigabe. Ich musste wirklich schlucken und das Panik-P begann wieder zu blinken. Was auch immer die Richterin glaubte, was mein Hund markiert habe… Ich hatte es definitiv nicht gesehen. „Fetch it“ die kleine goldene Pershing düste los, hüpfte in das Totholz und schnappte sich ihr Dummy und schwupp, war sie wieder da. „Sehr schön“… der Kommentar der Richterin

Auch bei Colin lief diese Aufgabe perfekt. Ich versuchte die ganze Zeit mich an die Anweisung von Hr. Kühn zu halten. Weniger Kommunikation!

Wir bekamen zum letzen Mal das Kommando „Walk On“. Mehrfach hob die Richterin den Arm, aber es viel kein Schuß. „Drehen sie schon mal um“ Da sahen wir das Problem. Der Schütze hatte Ladehemmung. Durch diesen Umstand wurd Dundees Aufmerksamkeit extrem auf den Werfer gelenkt. Dies stellte sich im Nachhinein als großes Glück raus denn, Petra sagte uns später das er immer sie nach der Drehung angesehen hätte und nix markiert hat. Dann viel der Schuß und auch das Dummy. Dundee arbeitete perfekt und wir bekamen ein Lob.

So sehen glückliche Retriever-Menschen aus 🙂

Glücklich und auch ein wenig geschafft vielen wir uns in die Arme. Wir hatten ihn geschafft. Unseren ersten Team Start. Sicher, insgeheim hatten wir alle gehofft etwas weiter vorne zu landen. Top 6 war durchaus realistisch. Aber, hey Platz 8 und mit sehr gut … da können wir wirklich zufrieden sein.

Leider gibt es von den beiden Tagen (Einzel und Team nur sehr wenig Fotos (vielleicht hat Petra noch welche vom Einzel…hat sie gemacht und sie sind jetzt online) aber dafür habe ich welche von den Open Teilnehmern der Golden Worker gemacht, aber das … ist eine andere Geschichte.

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~ von Ivonne - 21. März 2012.

3 Antworten to “Nord-Cup Team (A) 2012”

  1. Boah, schwer, Ihr könnt wirklich stolz auf Euch sein! Und so einen Teamstart stelle ich mir richtig nett vor, auf jeden Fall wenn man sich so gut versteht wie Ihr offensichtlich. Über Finchens Prä-Schwimm-Überlegungen und Wege beim Wassermark musste ich herzhaft lachen und das Foto dazu ist soooooo genial :-))))))

    Ihr sammelt jetzt ganz viel Erfahrung und die nutzt Ihr dann später! Ich freue mich schon auf Euren nächsten Teamstart

    • Glaub mir, ich mich auch. Im letzten Jahr konnten wir uns nur 3 Mal auf den JPR Seminaren sehen (wegen meinem Dienstplan) aber da war Petra (Mitte) nicht dabei 😦
      2012 haben wir uns schon 3 Mal getroffen und haben uns fest vorgenommen es gibt auf jeden Fall 1-2 Mal im Jahr „Discovery-Day“. Angelika freut sich auch, dass wir uns „als Familie“ so gut verstehen.

      Ja, die Sache mit dem Wassermark… da bekommt „rendern“ ja eine ganz andere Bedeutung! Beim Zeichen des Bildes ist mir aufgefallen, das es sicher meine Schuld war, dass sie das gemacht hat. Ich habe sie gerade auf das Mark ausgerichtet! Nja, so bekommt man es ja gelernt. Hätte ich sie schräg, also in Richtnug linkes Teichufer ausgerichtet wäre sie vielleicht direkt dortlan gelaufen… Da waren sie wieder, die Erfahrungen die man sammelt. Gelände lesen, Wind einschätzen …mache ich zu Hause immer !! Hab ich da…kommplett ausgeblendet…. Aber freuen, freuen tue ich mich auch auf unseren nächsten Start.

  2. […] nach meinem ersten Teamstart beim Nord Cup 2012 war mir klar, dass diese Form von Workingtest wohl mein Favorit werden wird. Zu meinem Leidwesen […]

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