Streß beim Autofahren

Tja, es ist ja bereits bekannt, das Fienchen nicht gerade eine Fan des automobilen Reisens ist. Diese Art Problem stellt mich vor neue Herausforderungen. Keiner der anderen Schwarznasen im Haushalt hatten je ein Problem. Im Kofferraum vom Smart, im Kombi, auf der Rückbank oder, so reist Cosma am liebsten, im Fußraum auf der Beifahrerseite … es wir in Auto gehüpft, sich eingerollt und gepennt.

Bei Fiene ist das leider anders. Sie springt zwar inzwischen freudig in die Hundebox und ist auf kurzen Strecken auf ruhig aber auf längeren Strecken hechelt sie sich fast in eine Art Rausch. Völlig vollgesabbert und fertig kommen wir dann an unserem Ziel an. Das danach so komische Verhaltensmuster wie bei unserer Dummy A Prüfung zu erleben sind…. ist nicht wirklich verwunderlich.

Allerdings ist es nicht immer so schlimm. Sie erbricht auch nicht… Aber, wie sagte meine Freundin … „Meinen Kindern wird auch nicht auf jeder Fahrt schlecht.“ Hmm, wie könnte sie reisen, ohne dass es ihr übel wird? Wir wollten also mal versuchen sie auf dem Rücksitz zu mitfahren zu lassen. Sie bekam also ein weiches Geschirr angelegt und wir hatten einen Adapter besorgt, der am Sicherheitsgurt befestigt wird.

Ich packte sie also ein und setzte mich zu ihr nach hinten. Aufgeregt war sie und versuchte bis auf meinen Schoß zu krabbeln … gut das tut sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit aber diesmal war es nicht aus Schmuselaune heraus sondern aus Unbehagen vor der Situation. Erst nach über 30 Km legte sie ihren Kopf ruhig auf mein Bein und es war ein Hauch von Entspannung zu bemerken.

An unserem Reiseziel angekommen, war Fienchen die Erschöpfung deutlich anzumerken. Die sonst so quitschfiedele Maus legte sich sofort ab und schlief tief und fest.

Auf dem Rückweg wollte ich mich nach vorne setzten und dem Puschelohr die Rückbank alleine überlassen. Das war richtig schlimm. Erst als ich meinen Arm nach hinten ausstreckte und sie ihren Kopf auf meinen Arm legen konnte beruhigte sie sich wieder ein bisschen. Wenn nun meine bessere Hälfte den Wagen steuert wäre es ja kein Problem mich zu der Maus nach hinten zu setzten aber was wenn wir alleine unterwegs sind… Ach es ist echt zum Mäuse melken. Ich durchforste jetzt weiter die „Internette“ um Tips über die Reisekrankheit bei Hunden zu erfahren.

Nun möchte ich natürlich nicht so ein klassisches Medikament. Die meisten davon machen sehr müde und das kann ja auch nicht Sinn und Zweck sein. Ich beschäftige mich jetzt intensiver mit dem Thema, da ich mit der Schnegge ja nächstes Jahr doch in den WT Zirkus einsteigen möchte. Es macht aber keinen Sinn mit einem Hund anzutreten, der vor Übelkeit im Suchengebiet rumstolpert als hätte er entweder gesoffen oder Valium geschluckt. Mal abgesehen davon, dass die Ergebnisse eher dürftig wären ist kann ich es einfach nicht mit mir vereinbaren sie arbeiten zu lassen, wenn es ihr schlecht geht … Ich laufe schließlich auch nicht zu Topform auf wenn mir speiübel ist.

Ich gehe jetzt auf die Suche und werde berichten …..

Eine der Möglichkeiten die wir haben ist … vor jedem Event einen Tag vorher anzureisen.

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~ von Ivonne - 9. November 2011.

11 Antworten to “Streß beim Autofahren”

  1. Ich drück dir die Daumen, dass du bald eine Lösung findest.

  2. Vielleicht wärs mal nen Versuch wert, die Box in ne andere Richtung zu stellen und somit die Liegerichtung zu verändern. Wir hatten das gleiche Problem ja auch, allerdings fährt der Molch jetzt auf dem Rücksitz und ist völlig entspannt. Mittlerweile auch wieder im Kofferraum bei längeren Strecken.

  3. Ist ihr denn definitiv schlecht oder hat sie Stress aus anderen Ursachen? Weil sie sich ja auch nicht übergibt, meine ich. Möglicherweise merkt die Maus natürlich mittlerweile auch, dass das Autofahren irgendwie was besonderes ist – bei allen Experimenten würde ich versuchen, ihr im Auto keinerlei Beachtung zu schenken.
    Wie lange seit ihr den bisher mit ihr am Stück gefahren? Und wie ist es auf der Rückfahrt nach einem WT oder einer Dummyprüfung? Wenn sie Probleme mit dem Gleichgewichtssinn hat, ist das natürlich ein andere Geschichte, aber wenn sie einfach keine Ruhe findet, würde ich vielleicht mal versuchen, sie ins Auto zu packen, wenn sie so richtig, richtig, richtig müde und k.o. ist. Und dann so lange fahren, bis sie schläft. Aber das sind auch nur erste bescheidene Ideen. 🙂

    • Ich bin mir nicht sicher …. Sie fängt halt an zu hecheln … und hechelt sich in einen Rausch 😦 Ich mache ja aus unseren Fahrten nix besonderes. Sie hüpft in die Box, Tür zu, losfahren. Da ists egal wo wir hinfahren. Kurzfahrten sind OK … aber dann gehts los. Die längsten Strecken sind so 2,5 – 3 Stunden. Auch auf den Rückfahrten „nickt“ sie nur kurz weg und dann gehts Gehechel wieder los… Zu Hause fällt sie dann ins Koma.

      • Ja, entweder nochmal ganz langsame Gewöhnung oder mal so lange am Stück fahren, bis „der Knoten platzt“. Aber wenn Kurzfahrten o.k. sind, wäre es natürlich auch eine Möglichkeit, die Zeitspanne zu notieren, in der es für sie noch o.k. ist, und das dann Stück für Stück auszubauen.

      • Ach, und damit sich das nicht so fies anhört: Herr Karrenberg hat damals bei einem Seminar auch das Thema „Angst und Stress“ beim Hund thematisiert und sprach davon, dass beim Hund (wie beim Menschen ja sicher auch mitunter) eine „Angstermüdung“ eintritt, wenn sie dem Reiz dauerhaft ausgesetzt sind. Und das sei der erste Schritt zu alternativem Verhalten. Aber wie gesagt, der langsame Ausbau der Fahrzeit scheint bei Euch ja auch möglich zu sein,

  4. Hm, wir hatten mit unserer 1. Hündin das Problem das sie soviel Stress hatte das sie immer sofort k*cken mußte, wir haben dann mit Minifahrten von max 5 Minuten nochmal das Autofahren geübt. Bin immer mit Ihr zur Spielwiese gefahren als positive Belohnung, hat was gedauert aber nach ein paar Wochen konnten wir die Fahrten langsam verlängern, später war das gar kein Problem mehr und sie fand Autofahren super.

    Viele Grüße

    Antonia

  5. Gibts denn das Problem schon immer, oder erst in letzter Zeit?
    Gizmo hatte ja die ersten zwei Jahre keinerlei Probleme mit dem Autofahren. Auch 4-5 Stunden waren machbar. Das blöde bei uns war, dass es schlecht einzuschätzen war, wann der Stress für ihn anfing. Manchmal war er die ersten 30-45 Minuten ganz ruhig und lag und dann gings erst los, machmal hechelte er schon nach 5 Minuten.

  6. Unsere beiden hatten früher anfangs auch Streß beim Autofahren. Bei Roccochen war die Lösung recht einfach, raus aus der doofen dunklen Box und nur hinein in den Kofferraum, schön ausgelegt mit Deckchen und Kissen und die Welt war für ihn völlig in Ordnung, als er alles sehen konnte. Bei Schwesterchen Ginie allerdings waren die Probleme zu Anfang weitaus größer. 2 Minuten Autofahrt und es gab das volle Programm: Kübeln, Kacken, Pinkeln, Hecheln und Jaulen bis der Arzt kam!!! Mit ihr habe ich dann damals richtiges Autotraining gemacht. Zu Anfang habe ich sie immer nur noch im Auto gefüttert, und ihre Verweildauer im stehenden Auto langsam verlängert. Dann habe ich irgendwann nur das Auto angemacht und mich selbst auch rein gesetzt. Als das dann kein Problem mehr war, bin ich nur kurz vom Parkplatz gefahren und wieder zurück, und so weiter step by step. So habe ich es dann in mühevolle Kleinarbeit geschafft, bis es auf einmal überhaupt gar kein Problem mehr für die Schnecke war. Heute kann sie stundenlang, völlig entspannt Autofahren!

  7. Huhu Ivonne und Fiene!
    Meine Maus ist da ein Leidensgenosse von Fiene!
    Deswegen kann ich nun euch mal was in diesen tollen Blog schreiben! WIrklich supi schön gestaltet! Beobachte das schopn eine weile übers will-to-please Forum:-)!
    Minja steigt ein in den Kofferraum den wir mit Vetbed und Kofferraumschutz schön ausgelegt haben, das tut sie nicht freudestrahlend sondern bemüht sich das zumindest einmal zuversuchen abzuwenden indem sie kurz innehält und mich ansieht „ehrlich??“ dann steigt sie ein. Sie zittert nicht und versucht auch nicht fluchartig auszusteigen, im Gegenteil, wenn ich sie nach dem Training oder beim kurzen einkaufen im Auto lasse sitzt sie da oder liegt je nach Müdigkeit und beguckt die Gegend oder döst…aber wenn wir fahren, der Motor startet, sitzt sie sofort und hechelt eigentlich 99,9% der Zeit durch. Bei kurzen Fahrten, zu denen ich sie nun vermehrt mitnehme ohne das für sie ein „Ereigniss“ kommt sprich sie steigt nicht aus, alles unspektakulär, ist es „besser“. Sie hechelt nicht sie stark,aber dann doch immer ein wenig, dennoch käme mein Hund nie auf die Idee sich hinzulegen. Sie sitzt immer!
    Bei einer Fahrt an die Nordsee hat sie tatsächlich die ganze Fahrt durchgehechelt und war schon auf der Fähre so müde das sie eingeschlafen ist (Fähre-> kein Thema!). Ich schätze es so ein, das sie das Fahrgefühl unangenehm findet. Dennoch weiß ich mir auch keinen Rechten Rat. Meine TA hat uns nun empfohlen mal mit Rescue Tropfen zu arbeiten, oder wenn dies nicht hilft, DAP Spray im Kofferraum verteilen. Dieses verströhmt Pheromone wie die Mutter, dies suggerioert den Welpen /Hunden Sicherheit und Entspannung….bin mir aber unschlüssig, Denke aber ich werde die Rescue Tropfen nun mal testen. HInzukommt das Madame einfach an sich schon ein „Sensibelchen“ ist…:-)
    Du siehts, du bist nicht allein;-)! Kotzeno.ä. hatten wir auch noch nie, ncitmal ein zittern, dennoch scheint sie Streß zu haben. Wenn du weitere Inspiration hast, ich freu mich!!! 🙂 Ganz liebe Grüße, auch an die Fellnasen

  8. […] ich bin sooooo glücklich. Vor einigen Monaten hatte ich ja einen Bericht über das Autofahrproblem gepostet. Ich habe viele Tipps bekommen und mir natürlich auch noch so meine eigenen Gedanken […]

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